Miniaturlandschaften zu gestalten ist ein kreatives Abenteuer – voller Möglichkeiten und ständigem Lernen. Nach einem Jahr in der Tabletop-Welt fühlt es sich manchmal so an, als stünde ich immer noch am Anfang. Selbst bei scheinbar einfachen Elementen wie Felsen sehe ich immer wieder Raum für Verbesserung.
Felsen sind die Grundlage vieler Miniaturlandschaften: Sie formen Dungeons, Katakomben, Gebirge und viele andere Szenarien. Sie sind ein unverzichtbarer Evergreen, der in nahezu jeder Szenerie vorkommt. Doch was anfangs «gut genug» schien, wird mit der Zeit kritisch betrachtet. Man entdeckt Fehler und sieht, wie man seine Werke verbessern kann.
Am Anfang dachte ich, die WC-Papier-Pulpe-Methode wäre unschlagbar. Sie ist grossartig für grossflächige, wenig detaillierte Felsformationen, hat aber ihre Schwächen: Sie ist zeitaufwendig und bietet kaum Platz für feine Details.
Inzwischen habe ich eine Technik gefunden, die mich überzeugt. Sie vereint Präzision, Effizienz und ein realistisches Aussehen. Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Die beste Methode zur Gestaltung realistischer Felsen.
1. XPS zuschneiden: Nutze einen Heissdrahtschneider oder ein Japanmesser, um XPS-Schaumstoff in die gewünschte Form zu bringen. XPS ist stabil und leicht zu bearbeiten – perfekt für detaillierte Miniaturlandschaften.
2. Überreste entfernen: Feine XPS-Fäden kannst du mit Sand abschleifen. Das sorgt für eine glatte Oberfläche und erleichtert die Weiterverarbeitung.
3. Eine dicke Schicht Leim: Trage grosszügig Bastelleim auf die Oberfläche des XPS auf.
4. Gips auftragen: Sieb eine dünne Schicht Gips über den Leim. Das Sieben sorgt für gleichmässige Verteilung und verhindert Klumpenbildung. Lass den Gips gut trocknen. Aber wichtig: Wenig Gips, weil dick aufgetragener Gips schnell viel Gewicht mit sich bringt.
5. Überschuss entfernen: Schüttle überschüssigen Gips ab und entferne ihn bei Bedarf vorsichtig mit einem Pinsel. Sei hierbei nicht zu gründlich – Unebenheiten sorgen für ein natürlicheres Aussehen.
6. Härten mit Wasser: Besprühe die Gipsoberfläche mehrmals mit Wasser, um sie zu härten. Aber fein sprühen, nicht bespritzen. Das Gips-Leimgemisch sollte nicht herunterlaufen. Lass es zwischen den Durchgängen immer kurz trocknen.
7. Grundierung auftragen: Nachdem alles fest sitzt, trage eine Grundierungsfarbe auf. Diese bereitet die Oberfläche auf die Bemalung vor und sorgt für bessere Farbhaftung.
8. Bemalen: Bemale die Felsen, um sie so realistisch wie möglich wirken zu lassen. Verblenden, Schattieren und Trockenbürsten machen hier den Unterschied.
Die Gestaltung von Felsen ist eine Kunst für sich. Was simpel scheint, erfordert Geduld und Übung. Hier der noch unbemalte XPS-Gips-Felsen:
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