Säulen sind perfekte Kulissen oder Hindernisse für Dungeons und andere Arten von Tabletop-Spielfelder.
Ich wollte schon immer welche selbst bauen, aber ohne eine Heissdraht-Schneidebank ist es schwierig, XPS in runde Formen zu bringen.
Deshalb entschied ich mich für eine stabile Alternative: Karton.
1. Die Basis:
Anstatt einer weichen WC-Papierrolle nahm ich eine feste Kartonrolle, zum Beispiel von einer Tischdeckenrolle. Diese dient als stabiler Kern für die Säule.
2. Grundierung mit Papier:
Die Kartonrolle wird mit Leim eingestrichen. Danach wickelte ich straff WC-Papier darum und klebte es fest. Das sorgt für eine erste Struktur und erleichtert das Anbringen von Gips.
3. Erste Gips-Schicht:
Nun bestäubte ich die Rolle mit einer dünnen Gipsschicht und liess alles gut trocknen. Dies dient als erste feste Basis.
4. Weitere Schichten und Struktur:
Weitere Schichten aus Gips folgten, eventuell mit Pigmenten oder feinem Sand gemischt. Um die Stabilität zu erhöhen, mischte ich immer etwas Leim dazu. So entsteht eine realistische Steinstruktur.
5. Kerben einschneiden:
Säulen wurden historisch selten aus einem einzigen Steinblock gefertigt, sondern aus mehreren Steinrondellen zusammengesetzt. Um diesen Look nachzuahmen, schnitt ich mit einem scharfen Japanmesser rund um die Rolle feine Kerben ein.
Alternativ kann man die Kerben auch am Schluss machen. Ich habe gemerkt, dass wegen der Pigmente/Gips-Mischung, die die Lücken füllt, auch die Kerben verschwinden können. Deshalb kann man das auch am Schluss machen. Aber ein Japanmesser reicht dann aufgrund der Härte des Materials nicht mehr – eine kleine Säge funktioniert da viel besser.
6. Bemalung und Feinschliff:
Zum Abschluss bemalte ich die Säule mit verdünnter Acrylfarbe, um verschiedene Farbtöne und eine realistische Optik zu erzielen. Weitere Pigmente und Gips sorgten für den letzten Feinschliff.
Und fertig sind die Säulen für das Tabletop-Board. Einfach, günstig und optisch schon ziemlich gut.


