Nun habe ich mich endlich an eine Mauer gewagt.
Das Basteln hat etwas Meditatives und ist gar nicht so kompliziert, wie ich anfangs dachte.
Ich verzichte darauf, kleine XPS-Klötzchen zu einer Mauer zu stapeln, sondern mache es einfacher.
Hier ist meine Schritt-für-Schritt-Anleitung für realistische Tabletop-Mauern.
Materialien für Tabletop-Mauern:
– XPS-Hartschaum
– Japanmesser für präzise Schnitte
– Bleistift für feine Vertiefungen
– Leim und schwarze Farbe als Grundierung
– Gips für eine realistische Steinstruktur
– Pinsel, Sand, Erde für zusätzliche Details
Schritt-für-Schritt-Anleitung für Tabletop-Mauern:
1. XPS zuschneiden:
Schneide das XPS so zu, dass die Unterseite unbedingt flach ist, damit die Mauer stabil steht. Am besten verwendest du gleich ein Stück XPS mit einer geraden Kante.
2. Horizontale Linien schneiden:
Mit dem Japanmesser mehrfach entlang der Länge schneiden. Die meisten historischen Mauern haben regelmässige horizontale Linien, während die vertikalen Linien unregelmässig verteilt sind. Dadurch wirken die Mauersteine natürlicher und realistischer.
3. Vertikale Linien einfügen:
Sanft mit dem Messer einschneiden und die vertikalen Linien versetzt anordnen. Achte darauf, dass die horizontalen Fugen nicht durchgehend unterbrochen werden, damit die Mauer realistischer aussieht.
4. Fugen vertiefen mit Bleistift:
Nach dem Schneiden mit einem Bleistift nachfahren und die Fugen weiter vertiefen. Dadurch entsteht eine plastische Mauerstruktur mit mehr Tiefe.
5. Kanten glätten:
XPS neigt dazu, zu fuseln. Entferne abstehende Teile vorsichtig mit der Hand oder dem Messer, damit die Oberfläche sauber bleibt.
6. Beschädigte Steine einarbeiten:
Mit dem Messer oder Bleistift einzelne Steine herausbrechen, um Abnutzung und Schäden darzustellen. So wirkt die Mauer gebraucht und historisch, ideal für mittelalterliche Tabletop-Gelände.
7. Grundierung mit schwarzer Leimfarbe:
Mische Leim mit schwarzer Farbe und bepinsle die gesamte Mauer grosszügig. Diese Schicht dient als Grundierung, um später die Farben besser haften zu lassen.
8. Gips für realistische Steinstruktur:
Während die Grundierung noch feucht ist, bestäube die Mauer mit Gips. Besonders an beschädigten Stellen sorgt dies für eine raue, verwitterte Optik. Anschliessend trocknen lassen.
9. Struktur hervorheben:
Sobald der Gips getrocknet ist, mit einem nassen Pinsel vorsichtig betupfen, um überschüssiges Pulver zu fixieren und die Textur hervorzuheben. Nicht verstreichen, damit die körnige Steinstruktur erhalten bleibt.
10. Farb- und Detailarbeit:
Jetzt kannst du die Mauer beliebig weiterbearbeiten:
– Farbschichten auftragen für realistische Steinoptik (ich verwende eine Acryl-Mischung aus Schwarz und Napoli-Gelb)
– Weitere Gips- oder Sandpartikel für mehr Struktur
– Trockengebürstete Highlights, um Details hervorzuheben

