Nach dem Dungeon-Board habe ich auch mein Waldboard mit Ölfarben überarbeitet. Ich muss sagen: Mit Öl zu malen macht einfach unglaublich Spass. Vor allem bei feinen Strukturen wie Kunstgras entstehen schöne Farbverläufe und eine Tiefe, die ich mit Acryl so kaum hinbekomme.
Gemalt habe ich mit wasserlöslichen Ölfarben von Winsor & Newton. Zuerst verschiedene Grüntöne aus Blau und Gelb gemischt, danach mit Braun und etwas mehr Gelb die trockeneren Bereiche hervorgehoben. Für Wege und Steine kamen zudem Weiss und Lamp Black zum Einsatz.
Mit dem Resultat bin ich ziemlich zufrieden. Gleichzeitig habe ich wieder darüber nachgedacht, wie man ein Waldboard modular erweitern könnte. Bei Dungeons gibt es dafür unzählige Möglichkeiten, bei Waldstücken finde ich das deutlich schwieriger.
Bäume, Plattformen, Felsformationen oder erhöhte Waldabschnitte sind zwar naheliegend, überzeugen mich aber nur bedingt. Sie sind aufwendig umzusetzen und oft nicht besonders spielfreundlich. Gerade Bäume mit ausladenden Ästen oder dichtem Bewuchs können beim Bewegen von Figuren schnell im Weg sein.
Andererseits liegt die Stärke meines Waldboards gerade darin, dass es sich sehr unterschiedlich bestücken lässt. Durch die fehlenden festen Strukturen kann dieselbe Platte von Szenario zu Szenario völlig anders wirken: einmal mit einer Ruine, dann mit Felsformationen, später mit dichtem Baumbestand oder einzelnen markanten Geländestücken. Das Board selbst bleibt der Wald, die Geschichte darum herum verändert sich.
Eigentlich ist das ohnehin mein bevorzugter Ansatz: ein solides Ausgangsboard, das sich mit wenigen Handgriffen für unterschiedliche Kapitel, Szenarien oder Kampagnen anpassen lässt. Das bietet mehr Flexibilität als eine Platte, die von Anfang an auf ein bestimmtes Setting festgelegt ist.

